Vor der StuPa-Wahl an der Uni Hamburg
Zur Situation vor den StuPa-Wahlen an der Uni Hamburg empfehlen wir die Blog-Einträge
bei StuPa-News.
15.05. – Public Bologna-Gipfel-Viewing in Phil A
Am kommenden Montag, dem 15.05. wird auf studentische Initiative der so genannte „Bologna-Gipfel“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Bildungsministerin Annette Schavan von 9:30 bis 14:00 live in Hörsaal Phil A übertragen.
Die Konferenz selber wurde vom Bildungsministerium als Reaktion auf die Proteste des vergangenen Semesters ins Leben gerufen. Laut dem vorläufigen Ablaufplan wird es zwei thematische Blöcke geben: „Qualitätssicherung: Curricula und Studienbedingungen, Anerkennung und Mobilität“ und „Kompetenzentwicklung: Arbeitsmarkt und neue Berufsbiographien“. Themen wie Studienfinanzierung, Selektivität des Bildungswesens oder auch Demokratie im Bildungsbereich sind nicht vorgesehen. Inwiefern mit den dort vorgesehenen Themen also den Motiven der Proteste des vergangenen Semesters genüge getan wird, sei dahin gestellt.
Mit der Übertragung direkt auf dem Campus soll die Debatte um den Bologna-Prozess und seine Zukunft wieder zu den Studierenden getragen werden.
Es geht morgens um 9h mit einer Begrüßung durch das Präsidium des Studierendenparlaments los, die Übertragung beginnt um ca 9:30 und gegen 14h wird es eine Pressekonferenz geben. Für die Diskussion im Anschluss sind für etwa 13:30 zwei Impulsreferate zum Thema Bologna-Prozess, u.a. von einem Vertreter / einer Vertreterin aus dem neuen AStA geplant.
Uni-Präsident Lenzen hat für Montag sogar eine gelockerte Anwesenheitspflicht zugesagt!
Im April 2010 fand die viel beachtete Fachtagung zum Thema Längeres gemeinsames Lernen statt. (…) Einen ausführlichen Bericht mit den Tagungsvorträgen können Sie hier einsehen.
(via: http://www.epb.uni-hamburg.de/)
Unkommentiert: Panorama über „Wir wollen lernen“
Zum Thema AStA-Bildung an der Universität Hamburg: Viele hofften auf einen Wechsel – daraus wird wohl nichts. Die Geiwi-Liste hat CampusGrün, Regenbogen/AL, Piraten und Linke.SDS heute eine Absage erteilt. Die Menschen von Stupanews haben’s dokumentiert:
„Ungleichheit zersetzt die Gesellschaften“
In der taz vom vergangenen Wochenende ist ein recht interessantes Interview über den Zusammenhang von Ungleichheit und gesellschaftlichen Problemen erschienen, wonach bei messbar stark ausgeprägter Ungleichheit (ungleichere Einkommensverteilung) die Zahl messbarer sozialer Problemen (diverse) steigt. Zur Lektüre empfohlen.
In anderen deutschen Städten haben HiWis, Studentische Hilfskräfte und TotorInnen bereits bessere Löhne erreicht. In Hamburg ist lange Zeit nichts passiert, jetzt vernetzen die Betroffenen sich wieder – wir hoffen: Mit Erfolg! Kommt also alle zur Vollversammlung der studentischen Beschäftigten!
via http://studentischebeschaeftigte.wordpress.com/:
Am kommenden Mittwoch, den 20.01.2010 findet nun freudig erwartet die erste uniweite Vollversammlung der studentischen Beschäftigten an der Universität Hamburg statt.
Nachdem es in den Geisteswissenschaften, in MIN und EPB bereits Versammlungen gab, in denen sich über die Arbeits- und Vertragsbedingungen ausgetauscht wurde, geht es am 20.01.2010 vorallem darum, wie wir als Beschäftigte unserer Universität Druck uns in gemeinsamen Aktionen für bessere Bedingungen einsetzen können.Mittwoch, den 20.01.2010, 16 Uhr Hörsaal A, Hauptgebäude Edmund-Siemers-Allee 1.
Kommt alle – weitere Infos bei der Tarif-Ini!
via http://stupanews.wordpress.com:
Hier das vorläufige Endergebnis der Stupa-Wahl 2010/2011:
- Campus Grün: 8 Sitze
- Regenbogen / AL: 6 Sitze
- Juso HSG: 5 Sitze
- Geisteswissenschaften-Liste: 5 Sitze
- Wiwi-Liste: 5 Sitze
- Linke SDS: 3 Sitze
- Liberale Hochschulgruppe: 3 Sitze
- Mediziner-Liste: 3 Sitze
- Jura-Liste: 2 Sitze
- EPB-Liste: 2 Sitze
- Piraten: 2 Sitze
- Liste Links: 2 Sitze
- Fachschaftsbündnis: 1 Sitz
Und hier nochmal detaillierteraufgeschlüsselt das vorläufige Ergebnis als PDF-Dokument:
Stupa-Wahl 2010 (PDF)
Wahlaufruf: Wählt jetzt einen politischen AStA!
Derzeit findet die Wahl zum Studierendenparlament (StuPa) statt, das den AStA, eure gewählte Vertretung auf Uni-Ebene, bestimmt. Ratzplast ruft zu einer kritischen Stimmabgabe auf – genauer: Wir rufen dazu auf, die amtierenden AStA-Koalition abzuwählen und keine Tarn- und Fachbereichslisten zu wählen! Warum?
Wir sind der Ansicht, dass nach vier Jahren die Zeit für einen neuen, einen politischeren AStA gekommen ist – derzeit amtiert eine Koalition, die die Studierendenschaft spaltet, weil sie die Beteiligung von Studierenden immer wieder behindert (von Studiengebührenboykott über Bildungsstreik, den Widerstand gegen Auweter-Kurz bis zur Kritik an der Lenzen-Wahl – niemals förderte der AStA studentische Beteiligung). Wir wollen einen bewussten AStA, der demokratisch gegen die derzeitige Bildungspolitik arbeitet und dabei Studierende wirklich beteiligt!
Wir rufen deshalb dazu auf, die folgenden Listen NICHT zu wählen: Juso HSG, LHG, RCDS, WiWi-, Jura-, Geiwi-, Mediziner-, EPB-Liste, Uni P.U.R., Campus International, Kultur Campus, Freiheitliche Liste – damit es wieder einen progressiven politischen AStA geben kann!
Weiterlesen…
…Texte zur StuPa-Wahl 2010:
[UPDATE] StuPa-Wahl: „Ideologiefreie“ Uni P.U.R.-Liste
Wir haben gerade einen anonymen Hinweis (via PrivacyBox) zur Natur der bei den StuPa-Wahlen an der Uni Hamburg antretenden Liste „Uni P.U.R.“ bekommen, der hiermit weitergegeben sei. Das geht folgendermaßen: Metin Dogan, bei Facebook als Metin Pur auftretend, ist Vorsitzender der Jusos Wilhelmsburg-West, tritt auf Listenplatz 4 von Uni P.U.R. an und ist nebenbei bei Facebook mit Johannes Kahrs und allerlei anderen netten Menschen befreundet. Wir finden, dass man dem Verein daher nicht so wirklich Unrecht tut, wenn man ihn als Juso-Tarnliste diffamiert, eine noch dazu, die keine inhaltlichen Positionen bezieht (auch nicht auf Nachfrage). Wohlgemerkt: Kahrs-Jusos. Also, falls ihr noch vorhabt, euer Wahlrecht auszuüben: Diesen Kram finden wir – spätestens jetzt – nicht wählbar. (Unverständlich – nicht nur – dabei: Warum müssen Jusos eigentlich immer über Ideologiefreiheit salbadern? Das mit der Pasta kriegen sie da schon besser hin – naja, vielleicht wenigstens, wenn sie kochen.)

Wir sind in erster Linie Studierende und möchten daher die Interessen der Studierenden vertreten und nicht die von irgendeiner Partei oder einer Ideologie oder eines bestimmten Fachbereichs. Deshalb nennen wir uns unabhängig.
(Programm Uni P.U.R.)
Update 1, 13.1./11 uhr: Heute Morgen wurde uns vom werten Unipanther vorgeschlagen, lieber von einer „Doppeltarnliste“ zu sprechen (wir finden das sehr hübsch – danke, lieber Panther!..;). Eine/-r der Kandidierenden scheint Mitarbeiter/-in eines Grünen Mitglieds des Bundestages zu sein (wer?). Ansonsten war Mürsel Aras (Listenplatz 12 bei P.U.R.) – wie auch Metin Dogan (to be confirmed) – früher wohl bei der Liste Internationale Solidarität. Ändert aber alles nichts daran, dass Uni P.U.R. mit ihrem Postulat der „Ideologiefreiheit“ ihr grundsätzliches Einverständnis mit der aktuellen Situation deutlich machen und so wunderbar in den – bald alten – AStA passen würden. Inhaltlich ernstzunehmende Wahlalternativen sehen anders aus.
Update 2, 13.1./22 Uhr: Die Tiraden hören nicht auf. Wir freuen uns! Ja, von einer „Juso-Tarnliste“ sollte man wohl nicht sprechen, die Kritik ist selbstverständlich berechtigt – deshalb haben wir ja bereits beim ersten Update auch den hübschen Seitenhieb der Kollegen zitiert. Liebe Leute, wir danken für’s aufmerksame Lesen! Aber die Qualität der Kommentare unten lässt leider zu wünschen übrig – wo steht geschrieben, hier würde irgend jemand „Journalismus“ betreiben, wo, dass wir „investigativ“ gewesen wären („hiermit weitergegeben sei“)? Wir wollen zu Diskussionen anregen. Und liebe Leute, das will „Uni P.U.R.“, laut deren eigener Darstellung, nicht. „Pragmatische“ Politik, „keine Ideologien“, auf der Liste sind ganz viele Menschen, alle „, Student“. Wir finden, jeder der Antritt und gewählt werden möchte, darf ruhig zu seinen ideologischen Standpunkten stehen. Diese zu diskutieren, daraus „Lösungen“ abzuleiten, ist doch das Wesen der Politik. Auch an der Universität. Und wenn eine Liste sich dafür entscheidet, das Beziehen von Standpunkte lächerlich zu machen, darf doch ein/-e Jede/-r Kritik am Postulat von Ideologiefreiheit ausüben? Also: Wir empfehlen euch die bitterbösen Comments da unten und würden uns über weitere (inhaltliche;) freuen – zwischenzeitlich haben wir übrigens noch einen Link für euch: Das P.U.R.e Komplettwahlprogramm, inklusive richtig guten Ideologieversatzstücken und ziemlich viel „Wischiwaschi„!




