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Sensation: „Hauptschüler-Gen“ entdeckt

23. November 2009

Deutsche Forscher haben eine sensationelle Entdeckung gemacht.

Wie Prof. Dr. med. Wolfgang Schröbel vom Hamburger Institut für vergleichende Humangenetik berichtete, haben er und ein Forscherteam aus über 15 renommierten Wissenschaftlern, darunter auch medizinisch ausgebildete Pädagogen, bei einer groß angelegten Vergleichsstudie von Speichelproben eine Genformation gefunden, die von ihnen als „Hauptschüler-Gen“ bezeichnet wurde. Die Studie war von der Hamburger Initiative „Wir wollen lernen“ in Auftrag gegeben worden.

Da Jungen an Hauptschulen in der Regel überrepräsentiert sind, wurden die genetischen Ursachen für den Besuch der Hauptschule unter anderem auf dem X-Chromosom vermutet. Die Wissenschaftler unterzogen daraufhin 10240 Schüler im Alter zwischen 6 und 12 Jahren aus 26 Hamburger Schulen einem molekulargenetischen Screening. Dabei fanden sie signifikante Unterschiede bei Schülern der verschiedenen Schulformen.

Bei zwei Brüderpaaren auf unterschiedlichen Hauptschulen fanden sie Mutationen in einer Region, die für die Herstellung von Ribosomen, den Eiweißfabriken der Zellen, verantwortlich ist.
Die Mutationen waren bei den beiden Paaren zwar nicht vollkommen identisch, sie lagen jedoch räumlich sehr eng beieinander und waren bei Schülern, die das Gymnasium besuchten, nicht nachweisbar.Sie betrafen eine Sequenz im Genom, die für das ribosomale Protein L27 (RPL27) kodiert. RPL27 wird im Gehirn besonders stark in Bereichen wie dem Hippokampus exprimiert, wo Lernen, Gedächtnis, soziale und affektive Funktionen lokalisiert sind. Diese Mutation geht einher mit verminderten intellektuellen Fähigkeiten und eher groben und handwerklich ausgerichteten Fähigkeiten.

„Ein verändertes RPL27 könnte verantwortlich sein für die unzureichende Differenzierung von Nervenzellen und die unzulängliche Ausbildung von Nervenzellverbindungen im Laufe der Gehirnentwicklung“, vermutet Prof. Dr. Wolfgang Schröbel.

Die Mutation des Proteins war bei KEINEM der 3750 untersuchten 6-8jährigen Kinder nachzuweisen! Die Forscher fanden jedoch, dass diese im Alter von 8 Jahren erstmalig und dann verstärkt auftritt. Im Alter von 10 Jahren war sie bei ca. 30 % der untersuchten Schüler vorhanden. Im Alter von 12 Jahren bleibt der Anteil der mutierten Proteine stabil.

Erstmals konnte mit Hilfe der modernen Gentechnik wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass das deutsche Schulwesen mit seinen verschiedenen Schultypen der unterschiedlichen Begabung der Schüler gerecht wird.

Diese Ergebnisse sind reichlich Wasser auf die Mühlen der Gegner der Schulreform und werden vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die Hamburger Schulreform sicher noch für reichlich Wirbel sorgen.

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4 Kommentare leave one →
  1. basti permalink
    24. November 2009 15:34

    Quelle?

  2. ratzplast permalink*
    25. November 2009 02:42

    Unser Beitrag basiert auf exklusiven Quellen aus dem Umfeld des Hamburger Instituts für vergleichende Humangenetik. Außerdem forscht unsere Autorin selber zum RPL27. Also: Top verlässlich!

  3. edmund permalink
    15. Januar 2010 02:08

    also wenn das ein beweis für ein gegliedertes schulsystem ist, ann wäre ja der „2.bildungsweg“ ein ansatz, der sofort abgeschafft werden müsste und nachträglich auch allen ein (fach)abi, das auf diesem weg errungen wurde, aberkannt werden müsste. (sarkasmus ende)
    ist es nicht eher so, dass es antreiben sollte, endlich wirkliche chancengerechtigkeit und nicht nur -gleichheit zu schaffen?(!)
    täusche ich mich mit der aussage, dass die „praktische“ und „theoretische begabung“ ne erfindung der nazis ist?
    all in all menschenverachtend diese schlussfolgerung!

  4. Romulus permalink
    6. Mai 2010 11:51

    Witzigerweise gibt es dieses Hauptschul-Gen nur bei deutschen Hauptschülern, denn ansonsten könnte es ja nicht angehen, dass andere Länder wirtschaftlicher erfolgreich sind, als Deutschland, obwohl es dort keine Gymnasien gibt. So etwas Blödes habe ich selten gelesen. Ich habe mein Abitur selber auf einem der angesehensten Gymnasien in Hamburg gemacht und kann zweifellos sagen, dass viele Mitschüler ihr Abitur nur dort machen konnten, weil ihre Eltern sehr viel Geld in Nachhilfe gesteckt haben. Begabung hatten einige Mitschüler keine. Lustigerweise habe die drei jahrgangsbesten Abiturienten bis heute (17 Jahre später) keine weiterführende Ausbildung und leben teilweise von Hartz 4. Des Weiteren fordert sogar unser Gesundheitsminister das Abschaffen des Numerus Clausus für Medizinstudenten, da es dann mehr Medizinabsolventen geben würde. Für ein Studium in Jura, Medizin o.ä. braucht man keine besondere Intelligenz oder Begabung – da braucht man sich gar nichts darauf einbilden.

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