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[UPDATE] Solidarität mit Daniel Amon

25. Dezember 2009

Am 22.12. veröffentlichten wir noch einen der unsereunis-Bewegung in Hamburg zum betreffenden Zeitpunkt gegenüber (selbst-)kritischen Text von Daniel Amon, in dem der die Zustände im Audimax Hamburg kritisierte und die Frage, wie man mit sich zur Räumungsproblematik stellen solle, thematisierte. Am 23. wurde das Audimax in den Morgenstunden (gegen 6.30 Uhr) geräumt (dazu: 1, 2, 3, 4/4, 5, 6, 7).

Die Räumung an sich kann man sicher auch diskutieren – uns scheint jedoch in erster Linie wichtig, was Daniel während der Räumung passiert ist: Er ist Opfer von Polizeigewalt geworden. Vielleicht hat Daniel in der Situation nicht vorsichtig genug gehandelt – aber das ist nicht wichtig: Was passiert ist, verstehen wir als Willkür, als willkürliche Gewaltanwendung der Polizei. Damit wir uns verstehen: Wir verfechten explizit keine generalisierte Schelte von Polizist_innen, wir halten aber sehr wohl das Verhalten der in dieser Situation handelnden für verurteilenswert. Dies gilt auch für unsere derzeitige amtierende Uni-Präsidentin Gabriele Löschper (bei der wir bisher von einem hohen Maß an Gesprächsbereitschaft ausgegangen waren), die nicht etwa versuchte, die Situation zu entschärfen (wie jeder andere Mensch es in der Situation wohl getan hätte), sondern offenkundig als richtig empfand, wie Daniel behandelt wurde.

Wir erklären uns hiermit solidarisch mit Daniel und fordern die beteiligten Beamt_innen zu einer ehrlichen Reaktion und Entschuldigung auf. Gleichzeitig fordern wir auch von Löschper eine Entschuldigung für ihr Verhalten in der betreffenden Situation.

Außerdem rufen wir alle Augenzeug_innen auf, sich bei Daniel zu melden! Meldet euch bei Daniel, Telefon: 0176-78764119, Skype: daniel.amon, Mail d.amon ät gmx.net, Blog: http://amon-daniel.blogspot.com/

Abschließend noch ein Panorama-Bericht über Strafverfolgung von Polizeigewalt. Möge Daniel mehr Erfolg haben:

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4 Kommentare leave one →
  1. ratzplast permalink*
    27. Dezember 2009 00:49

    Doll. Wir hatten ein irgendwie recht einfaches Soli-Logo gemacht und haben es nach harscher Kritik und Distanzierung wieder gelöscht. Und jetzt: Das Wetter.

  2. andreasrolli permalink
    30. Dezember 2009 18:11

    Eine Entschuldigung von Frau Prof. Löschper reicht m.E. nicht aus, denn sie als Verantwortliche des Einsatzes hätte mehr als eine „normale Zuschauerin“ machen müssen!!! Sie hat nicht nur Daniel zusammenprügeln lassen, sondern mit ihm die studentische Mitarbeit in universitären Gremien!!!
    Frau Löschper: Legen Sie Ihren Lehrstuhl nieder und verzichten Sie auf alle Pensionsansprüche, bevor ein Gericht Sie wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt mit ebensolchen Folgen.
    Zeigen Sie Größe und retten durch Ihren totalen Rücktritt die studentische Teilhabe an der universitären Demokratie!

  3. ratzplast permalink*
    31. Dezember 2009 02:03

    Was ist denn ein „totaler“ Rücktritt? Und bei allem Glauben an die Verfolgung von Polizeistraftaten (haha, siehe Video) – wir glauben nicht, dass Löschper wegen unterlassener Hilfeleistung verurteilt wird (Von wem denn? Wer klagt denn?). Außerdem hat die Frau keinen Lehrstuhl inne und zudem niemanden (und an dieser Stelle erst Recht kein Konstrukt wie die studentische Gremienmitarbeit) „zusammenprügeln lassen“. Aber ansonsten: Angriff! Und so.

Trackbacks

  1. Uni Hamburg geräumt / Solidarität mit Opfer von Polizeigewalt « #unsereuni

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