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[UPDATE] Vorläufiges Endergebnis der Stupa-Wahl an der Uni Hamburg 2010

16. Januar 2010

via http://stupanews.wordpress.com:

Hier das vorläufige Endergebnis der Stupa-Wahl 2010/2011:

– Campus Grün: 8 Sitze
– Regenbogen / AL: 6 Sitze
– Juso HSG: 5 Sitze
– Geisteswissenschaften-Liste: 5 Sitze
– Wiwi-Liste: 5 Sitze
– Linke SDS: 3 Sitze
– Liberale Hochschulgruppe: 3 Sitze
– Mediziner-Liste: 3 Sitze
– Jura-Liste: 2 Sitze
– EPB-Liste: 2 Sitze
– Piraten: 2 Sitze
– Liste Links: 2 Sitze
– Fachschaftsbündnis: 1 Sitz

Und hier nochmal detaillierteraufgeschlüsselt das vorläufige Ergebnis als PDF-Dokument:

Stupa-Wahl 2010 (PDF)

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Wahlaufruf: Wählt jetzt einen politischen AStA!

13. Januar 2010

Derzeit findet die Wahl zum Studierendenparlament (StuPa) statt, das den AStA, eure gewählte Vertretung auf Uni-Ebene, bestimmt. Ratzplast ruft zu einer kritischen Stimmabgabe auf – genauer: Wir rufen dazu auf, die amtierenden AStA-Koalition abzuwählen und keine Tarn- und Fachbereichslisten zu wählen! Warum?

Wir sind der Ansicht, dass nach vier Jahren die Zeit für einen neuen, einen politischeren AStA gekommen ist – derzeit amtiert eine Koalition, die die Studierendenschaft spaltet, weil sie die Beteiligung von Studierenden immer wieder behindert (von Studiengebührenboykott über Bildungsstreik, den Widerstand gegen Auweter-Kurz bis zur Kritik an der Lenzen-Wahl – niemals förderte der AStA studentische Beteiligung). Wir wollen einen bewussten AStA, der demokratisch gegen die derzeitige Bildungspolitik arbeitet und dabei Studierende wirklich beteiligt!

Wir rufen deshalb dazu auf, die folgenden Listen NICHT zu wählen: Juso HSG, LHG, RCDS, WiWi-, Jura-, Geiwi-, Mediziner-, EPB-Liste, Uni P.U.R., Campus International, Kultur Campus, Freiheitliche Liste – damit es wieder einen progressiven politischen AStA geben kann!

Weiterlesen…
…Texte zur StuPa-Wahl 2010:

[UPDATE] StuPa-Wahl: „Ideologiefreie“ Uni P.U.R.-Liste

13. Januar 2010

Wir haben gerade einen anonymen Hinweis (via PrivacyBox) zur Natur der bei den StuPa-Wahlen an der Uni Hamburg antretenden Liste „Uni P.U.R.“ bekommen, der hiermit weitergegeben sei. Das geht folgendermaßen: Metin Dogan, bei Facebook als Metin Pur auftretend, ist Vorsitzender der Jusos Wilhelmsburg-West, tritt auf Listenplatz 4 von Uni P.U.R. an und ist nebenbei bei Facebook mit Johannes Kahrs und allerlei anderen netten Menschen befreundet. Wir finden, dass man dem Verein daher nicht so wirklich Unrecht tut, wenn man ihn als Juso-Tarnliste diffamiert, eine noch dazu, die keine inhaltlichen Positionen bezieht (auch nicht auf Nachfrage). Wohlgemerkt: Kahrs-Jusos. Also, falls ihr noch vorhabt, euer Wahlrecht auszuüben: Diesen Kram finden wir – spätestens jetzt – nicht wählbar. (Unverständlich – nicht nur – dabei: Warum müssen Jusos eigentlich immer über Ideologiefreiheit salbadern? Das mit der Pasta kriegen sie da schon besser hin – naja, vielleicht wenigstens, wenn sie kochen.)

Wir sind in erster Linie Studierende und möchten daher die Interessen der Studierenden vertreten und nicht die von irgendeiner Partei oder einer Ideologie oder eines bestimmten Fachbereichs. Deshalb nennen wir uns unabhängig.
(Programm Uni P.U.R.)

Update 1, 13.1./11 uhr: Heute Morgen wurde uns vom werten Unipanther vorgeschlagen, lieber von einer „Doppeltarnliste“ zu sprechen (wir finden das sehr hübsch – danke, lieber Panther!..;). Eine/-r der Kandidierenden scheint Mitarbeiter/-in eines Grünen Mitglieds des Bundestages zu sein (wer?). Ansonsten war Mürsel Aras (Listenplatz 12 bei P.U.R.) – wie auch Metin Dogan (to be confirmed) – früher wohl bei der Liste Internationale Solidarität. Ändert aber alles nichts daran, dass Uni P.U.R. mit ihrem Postulat der „Ideologiefreiheit“ ihr grundsätzliches Einverständnis mit der aktuellen Situation deutlich machen und so wunderbar in den – bald alten – AStA passen würden. Inhaltlich ernstzunehmende Wahlalternativen sehen anders aus.

Update 2, 13.1./22 Uhr: Die Tiraden hören nicht auf. Wir freuen uns! Ja, von einer „Juso-Tarnliste“ sollte man wohl nicht sprechen, die Kritik ist selbstverständlich berechtigt – deshalb haben wir ja bereits beim ersten Update auch den hübschen Seitenhieb der Kollegen zitiert. Liebe Leute, wir danken für’s aufmerksame Lesen! Aber die Qualität der Kommentare unten lässt leider zu wünschen übrig – wo steht geschrieben, hier würde irgend jemand „Journalismus“ betreiben, wo, dass wir „investigativ“ gewesen wären („hiermit weitergegeben sei“)? Wir wollen zu Diskussionen anregen. Und liebe Leute, das will „Uni P.U.R.“, laut deren eigener Darstellung, nicht. „Pragmatische“ Politik, „keine Ideologien“, auf der Liste sind ganz viele Menschen, alle „, Student“. Wir finden, jeder der Antritt und gewählt werden möchte, darf ruhig zu seinen ideologischen Standpunkten stehen. Diese zu diskutieren, daraus „Lösungen“ abzuleiten, ist doch das Wesen der Politik. Auch an der Universität. Und wenn eine Liste sich dafür entscheidet, das Beziehen von Standpunkte lächerlich zu machen, darf doch ein/-e Jede/-r Kritik am Postulat von Ideologiefreiheit ausüben? Also: Wir empfehlen euch die bitterbösen Comments da unten und würden uns über weitere (inhaltliche;) freuen – zwischenzeitlich haben wir übrigens noch einen Link für euch: Das P.U.R.e Komplettwahlprogramm, inklusive richtig guten Ideologieversatzstücken und ziemlich viel „Wischiwaschi„!

„Pasta-Krise“ oder „Die Realos verstehen die Welt nicht mehr“

13. Januar 2010

Die Realo-Jusos an der Uni Hamburg verstehen die Welt nicht mehr oder Wir verstehen die Realos nicht mehr.

Was will sie der geneigten Leser_innenschaft mit ihrem Flugblatt „Bologna – Heimat der Tortellini“, das sich heute auf den Mensa-Tischen fand, sagen?
Es wird dort kundgetan, dass aus „der italienischen Stadt Bologna […] nicht nur feine Teigwaren wie Tortellini [stammen]“, sondern sie auch
„Ursprung der europaweiten Studienreform auf das Bachelor- und Mastersystem“ sei. Soweit so gut.

Doch es geht mit kruder kryptischer Metaphorik weiter: „Die Umsetzung der Studienreform ähnelt aber an vielen Stellen noch immer eher einem klebrigen und unappetitlichen Haufen Spaghetti, den keiner essen will, den niemand versteht und für den keiner verantwortlich sein will.“

Was für eine Bestandsaufnahme! Fast schon existenzielle Verzweiflung ob des unappetitlichen Haufens Spaghetti Bolognese wird mit diesen Worten beschworen. Die Spaghettis stehen hier wohl symbolhaft für das Chaos, das sich jedem Verständnis entzieht, die Tortellini hingegen für modularisierte Ordnung auf dem Teller oder der Hochschullandschaft…

Doch worum geht es aktuell nochmal? Richtig: Stupa-Wahlkampf. Und da unterscheiden sich die wilden Sprayer der Juso-HSG von so manch anderer Liste: Bei ihnen kandidieren (im Gegensatz zu anderen Listen?) z.B. auch Bachelor- und Master-Studierende . . .

Seine komplette argumentative Eindringlichkeit entfaltet das Flugblatt jedoch im letzten Absatz:

„Viele Listen werben um Deine Stimme: Einige davon lehnen die Reform gänzlich ab und arbeiten mit Parolen, die vergleichbar mit einem Hinweis auf Tortellini sind. Wir arbeiten lieber selber mit und sorgen dafür, dass die Reform der Reform nicht ohne Studierende gemacht wird.“

Alles klar?!

Wir sagen: „Basta mit dem Pasta-AStA“. Diesen AStA abwählen! Noch bis Freitag, 18:00 an allen Wahlurnen. 

Hier die Wahlzeitung mit allen 23 Listendarstellungen und weiteren Informationen zur Wahl als PDF-Dokument (21 MB): Wahlzeitung_Stupa-Wahl_UHH_Legislatur_2010_2011_ohne_Kandidierendenliste

Keine Stimme den Fachbereichslisten – Gegen „unpolitische“ studentische „Hochschulpolitik“

12. Januar 2010

An der Uni Hamburg laufen in dieser Woche die Urnenwahlen zum Studierendenparlament. Da die Sitzverteilung im Stupa über die mögliche AStA-Koalition entscheidet, hat der Ausgang der Wahl entscheidende Bedeutung für die Ausrichtung der Hochschulpolitik im kommenden Jahr! Außerdem besteht die realistische Möglichkeit, die Mehrheitsverhältnisse so zu verändern, dass die Realo-Juso-dominierte Koalition, die in den letzten Jahren den AStA gestellt hat, ihre Stimmenmehrheit verliert.

Die aktuelle Rolle von Fachbereichslisten
Ein Drittel der 47 Sitze im Studierendenparlament wird derzeit von Kandidat_innen aus vier so genannten Fachbereichslisten besetzt, namentlich der Geisteswissenschaften-(Geiwi-)Liste (aktueller Slogan: „Fordernd und Fördernd“) und der Jura-Liste (aktuelle Parole: „Vielseitig – Für das Rechtshaus“) mit jeweils 3 Sitzen und der Mediziner- und Wiwi-Liste („Wir sind täglich für dich im Einsatz“) mit 4 Sitzen.
Zu den diesjährigen Stupa-Wahlen kandidiert mit der EPB-Liste (Slogan: „Dein Studium – Deine Entscheidung“) eine weitere Fachbereichsliste. Diese Liste ist am Fachbereich in den letzten Semestern bisher nicht in Aktion getreten und versucht augenscheinlich, mit ihrer Wahlwerbung die Protestbewegung der letzten Semester an der Fakultät EPB zu  instrumentalisieren um Stimmen zu gewinnen. Die Fachschaftsräte der Fakultät EPB haben sich in einer Erklärung explizit gegen die Praktiken dieser Liste ausgesprochen (siehe )  Der FSR Geschichte hat die Geiwi-Liste auf’s Korn genommen: KlHistorix27

Was ist das Problematische an Fachbereichslisten?
Die aktuell zur Wahl stehenden Fachbereichslisten zeichnen sich durch eine vordergründig unpolitische Haltung aus.
Der Anspruch, Hochschulpolitik zu betreiben, ist bspw. für die Jura-Liste automatisch „ideologische Verblendung“. Davon spricht sie sich frei. Sie will pragmatisch und ohne auch nur den Hauch einer Idee von grundsätzlicher Kritik „die Interessen der Studierenden im Vordergrund“ platzieren. Wie es dahinter aussieht, interessiert hier anscheinend nicht weiter.

Bei den Mitgliedern der Wiwi-Liste, die zu einem großen Teil auch Mitglieder des FSR sind, scheint Verwirrung über die Aufgaben eines Fachschaftsrats und die einer hochschulpolitischen Liste zu bestehen: „Schwierigkeiten und Ärgernisse“ sollen behoben werden, damit „du studieren kannst, wie du es willst!“. Im nächsten Jahr wird die Wiwi-Liste nach Selbstauskunft in der Wahlzeitung „für höhere Ausleihbestände in der Wiwi-Bibliothek“ sorgen. Außerdem will sie „einen Wiwi Aufenthaltsraum und Treffpunkt – mit bequemen Sofas“ durchsetzen und sich für Schließfächer, „die man monatsweise mieten kann“ einsetzen. Hier wird Fachschaftsratarbeit mit dem Anspruch auf Mitsprache im Studierendenparlament verwechselt.
Wie es im Übrigen aussieht, wenn sich Vertreterinnen der Wiwi-Liste mit gesellschaftspolitischen Fragen beschäftigen, lässt sich am Beispiel eines Interviews von UniTV mit Jasmin Fischer, studentischer Gleichstellungsbeauftragter und Initiatorin der „Frauenhochschulwoche“ betrachten:  O-Ton J.Fischer: „Das besondere an Frauen, ist, dass sie eine andere Art und Weise haben, an Probleme heranzugehen und sich in ein Unternehmen oder in die Gesellschaft einzubringen.“ Emanzipation spielt sich angeblich im Wesentlichen im Konkurrenzkampf um attraktive Karriereposten ab… Aha, waren wir da nicht schon einmal weiter?

Die Fachbereichslisten versuchen, mit dem Bewerben von Grundelementen der Fachschafts-/rat-Arbeit (z.B. Sofa-Ecken organisieren) Stimmen zu bekommen, obwohl ihnen jenseits von Servicebereitstellung zu hochschulpolitischen Fragen nicht viel programmatisches einfällt, das über die Verfolgung von beschränkten Partikularinteressen bestimmter Fachbereiche und Fakultäten hinausgeht.
Darauf, dass diese Listen etwas Grundsätzliches gegen die aktuell laufende (natürlich total „ideologiefreie“, fast schon naturgesetzliche, einzig mögliche) Umwandlung der Hochschulen in Unternehmen unternehmen werden, braucht erst recht niemand zu zählen…

Für aktive Hochschulpolitik statt Verfolgen von Partikularinteressen

Dabei ist eine Positionierung der verfassten Studierendenschaft gegenüber der Hochschul- und Wissenschaftspolitik des Hamburger Senats, der Kultusministerkonferenz, der Europäischen Union etc. von großer Bedeutung und diese Positionierung muss, wenn sie nicht nur für ein prinzipielles „Einverstanden-Sein“ stehen soll, eine POLITISCHE Positionierung sein! Wer gegen die Entmachtung und den Abbau von demokratischen Gremien, die Einführung von Studiengebühren, das finanzielle Ausbluten der Universität wirklich etwas unternehmen will, muss mehr als nur kleine konstruktive Änderungen zur Prozessoptimierung fordern!
Das „Service-Angebot“ des AStA – juristische Beratung und anwaltliche Unterstützung von Studierenden, Job- und Wohnungsbörse – gehört zu den Basics einer jeden AStA-Arbeit, es ist jedoch nur Grundlage für politische, kulturelle und selbstorganisierte Bildungsarbeit. Darum: Wählen gehen! Für einen politischen AStA!

Wir können Einkommen Und Arbeitspflichten ZZZum Leben haben […]

Wir können unterscheiden Zwischen Drinnen und Draußen

Zwischen An-und Verkaufen

Weil wir einverstanden sind […]

Wir können uns gar nicht mehr entsinnen Wofür denn ein Verstand erklingt

Es ist alles gut Mutter […]

(Die Goldenen Zitronen – Einverstanden (1998 Dead School Hamburg (Give me a Vollzeitarbeit)** ))

Ein Drittel der 47 Sitze im Studierendenparlament wird derzeit von Kandidat_innen aus vier so genannten Fachbereichslisten besetzt, namentlich der Geisteswissenschaften-(Geiwi-)Liste (aktueller Slogan: „Fordernd und Fördernd“) und der Jura-Liste (aktuelle Parole: „Vielseitig – Für das Rechtshaus“) mit jeweils 3 Sitzen und der Mediziner- und Wiwi-Liste („Wir sind täglich für dich im Einsatz“) mit 4 Sitzen.

Zu den diesjährigen Stupa-Wahlen kandidiert mit der EPB-Liste (Slogan: „Dein Studium – Deine Entscheidung“) eine weitere Fachbereichsliste. Diese Liste ist am Fachbereich in den letzten Semestern bisher nicht in Aktion getreten und versucht augenscheinlich, mit ihrer Wahlwerbung die Protestbewegung der letzten Semester an der Fakultät EPB zu instrumentalisieren um Stimmen zu gewinnen. Die Fachschaftsräte der Fakultät EPB haben sich in einer Erklärung explizit gegen die Praktiken dieser Liste ausgesprochen (siehe http://tinyurl.com/yjzr3qs)

Was ist das Problematische an Fachbereichslisten?

Die aktuell zur Wahl stehenden Fachbereichslisten zeichnen sich durch eine vordergründig unpolitische Haltung aus.

Der Anspruch, Hochschulpolitik zu betreiben, ist bspw. für die Jura-Liste automatisch „ideologische Verblendung“. Davon spricht sie sich frei. Sie will pragmatisch und ohne auch nur den Hauch einer Idee von grundsätzlicher Kritik „die Interessen der Studierenden im Vordergrund“ platzieren. Wie es dahinter aussieht, interessiert hier anscheinend nicht weiter. Bei den Mitgliedern der Wiwi-Liste, die zu einem großen Teil auch Mitglieder des FSR sind, scheint Verwirrung über die Aufgaben eines Fachschaftsrats und die einer hochschulpolitischen Liste zu bestehen: „Schwierigkeiten und Ärgernisse“ sollen behoben werden, damit „du studieren kannst, wie du es willst!“. Im nächsten Jahr wird die Wiwi-Liste nach Selbstauskunft in der Wahlzeitung „für höhere Ausleihbestände in der Wiwi-Bibliothek“ sorgen. Außerdem will sie „einen Wiwi Aufenthaltsraum und Treffpunkt – mit bequemen Sofas“ durchsetzen und sich für Schließfächer, „die man monatsweise mieten kann“ einsetzen. Hier wird Fachschaftsratarbeit mit dem Anspruch auf Mitsprache im Studierendenparlament verwechselt.

Wie es im Übrigen aussieht, wenn sich Vertreterinnen der Wiwi-Liste mit gesellschaftspolitischen Fragen beschäftigen, lässt sich am Beispiel eines Interviews mit Jasmin Fischer, studentischer Gleichstellungsbeauftragter und Initiatorin der „Frauenhochschulwoche“ betrachten: http://www.youtube.com/watch?v=CY0MsK0dcJM. O-Ton J.Fischer: „Das besondere an Frauen, ist, dass sie eine andere Art und Weise haben, an Probleme heranzugehen und sich in ein Unternehmen oder in die Gesellschaft einzubringen.“ Emanzipation spielt sich angeblich im Wesentlichen im Konkurrenzkampf um attraktive Karriereposten ab… Aha, waren wir da nicht schon einmal weiter?

Die Fachbereichslisten versuchen, mit dem Bewerben von Grundelementen der Fachschafts-/rat-Arbeit (z.B. Sofa-Ecken organisieren) Stimmen zu bekommen, obwohl ihnen jenseits von Servicebereitstellung zu hochschulpolitischen Fragen nicht viel programmatisches einfällt, das über die Verfolgung von beschränkten Partikularinteressen bestimmter Fachbereiche und Fakultäten hinausgeht.

Darauf, dass diese Listen etwas Grundsätzliches gegen die aktuell laufende (natürlich total „ideologiefreie“, fast schon naturgesetzliche, einzig mögliche) Umwandlung der Hochschulen in Unternehmen unternehmen werden, braucht niemand zu zählen…

Aktive Hochschulpolitik statt Verfolgen von Partikularinteressen

Dabei ist eine Positionierung der verfassten Studierendenschaft gegenüber der Hochschul- und Wissenschaftspolitik des Hamburger Senats, der Kultusministerkonferenz, der Europäischen Union etc. dringend erforderlich. Diese Positionierung muss, wenn sie nicht nur für ein prinzipielles „Einverstanden-Sein“ stehen soll, eine POLITISCHE Positionierung sein! Wer gegen die Entmachtung und den Abbau von demokratischen Gremien, die Einführung von Studiengebühren, das finanzielle Ausbluten der Universität wirklich etwas unternehmen will, muss mehr als nur kleine konstruktive Änderungen zur Prozessoptimierung fordern!

Das „Service-Angebot“ des AStA – juristische Beratung und anwaltliche Unterstützung von Studierenden, Job- und Wohnungsbörse – gehört zu den Basics einer jeden AStA-Arbeit, es ist jedoch nur Grundlage für politische, kulturelle und selbstorganisierte Bildungsarbeit. Darum: Wählen gehen! Für einen politischen AStA!

[UPDATE] Solidarität mit Daniel Amon

25. Dezember 2009

Am 22.12. veröffentlichten wir noch einen der unsereunis-Bewegung in Hamburg zum betreffenden Zeitpunkt gegenüber (selbst-)kritischen Text von Daniel Amon, in dem der die Zustände im Audimax Hamburg kritisierte und die Frage, wie man mit sich zur Räumungsproblematik stellen solle, thematisierte. Am 23. wurde das Audimax in den Morgenstunden (gegen 6.30 Uhr) geräumt (dazu: 1, 2, 3, 4/4, 5, 6, 7).

Die Räumung an sich kann man sicher auch diskutieren – uns scheint jedoch in erster Linie wichtig, was Daniel während der Räumung passiert ist: Er ist Opfer von Polizeigewalt geworden. Vielleicht hat Daniel in der Situation nicht vorsichtig genug gehandelt – aber das ist nicht wichtig: Was passiert ist, verstehen wir als Willkür, als willkürliche Gewaltanwendung der Polizei. Damit wir uns verstehen: Wir verfechten explizit keine generalisierte Schelte von Polizist_innen, wir halten aber sehr wohl das Verhalten der in dieser Situation handelnden für verurteilenswert. Dies gilt auch für unsere derzeitige amtierende Uni-Präsidentin Gabriele Löschper (bei der wir bisher von einem hohen Maß an Gesprächsbereitschaft ausgegangen waren), die nicht etwa versuchte, die Situation zu entschärfen (wie jeder andere Mensch es in der Situation wohl getan hätte), sondern offenkundig als richtig empfand, wie Daniel behandelt wurde.

Wir erklären uns hiermit solidarisch mit Daniel und fordern die beteiligten Beamt_innen zu einer ehrlichen Reaktion und Entschuldigung auf. Gleichzeitig fordern wir auch von Löschper eine Entschuldigung für ihr Verhalten in der betreffenden Situation.

Außerdem rufen wir alle Augenzeug_innen auf, sich bei Daniel zu melden! Meldet euch bei Daniel, Telefon: 0176-78764119, Skype: daniel.amon, Mail d.amon ät gmx.net, Blog: http://amon-daniel.blogspot.com/

Abschließend noch ein Panorama-Bericht über Strafverfolgung von Polizeigewalt. Möge Daniel mehr Erfolg haben:

Unkommentiert: Das Ende ist nah…

22. Dezember 2009

Das Ende ist nah…

Von Daniel Amon
Eigentlich begann mein Tag ganz gut. Heute morgen um 10 traf sich die Dekan-Findungskommission der EPB Fakultät, der ich angehöre.

Zufälligerweise war auch der Vizepräsident Fischer anwesend. Im Anschluss an die Sitzung bat ich ihn um ein kurzes Gespräch. Mein Anliegen war, über eine eventuell bevorstehende Räumung zu Sprechen, vor dem Hintergrund das ich vermeiden wollte, das eine Hundertschaft der Polizei das Audimax gewaltsam stürmt. Ich war und bin der Meinung, das das für die gesamte Universität die schlechteste Lösung ist.

Er stimmte mit mir darin überein und betonte, das auch das Präsidium daran kein Interesse habe. Dabei erwähnte er, das er ohnehin gerade auf dem Weg ins Audimax sei, um sich einen persönlichen Eindruck von der Situation dort zu machen.

Und nein, ich bin nicht der Meinung, wie sie in darauf folgenden Gesprächen im Audi geäußert wurde, ich hätte dem Vizepräsidenten den Zutritt zum Audi untersagen müssen.

Der erste Eindruck vom Audi, das ich seit 2 Tagen nicht mehr gesehen hatte, war nicht der Beste. Die Ansammlungen von Müll und Gerümpel nahm seit dem deutlich zu. Aber ok. Es befanden sich ca. 4 Leute im Foyer. Weil der Vize sich gern weiter umschauen wollte, gingen wir ins Audi I. Dort saß eine Gruppe von ca. 5 Punks zusammen, die ich noch nie gesehen habe. Als wir an der Bühne angekommen waren (weder ich, noch der Vize hatten auch nur 1 Wort mit den Anwesenden gewechselt), sprang einer der Punks vom Sofa auf in einen Einkaufswagen, wo er Fischer und mir seinen blanken Hintern zeigte. Weder sonderlich schockiert, noch sonderlich erfreut verließen wir wortlos das Audi I. Weiterlesen …